Montag, 26. September 2011

Ich liebe die Sonne!

Red Hot Chilli Peppers

Letzten Donnerstag war es dann soweit - R.... spielten im größten Fußballstadion von Lima.
Sehr beeindruckende Kulisse. Auch die Stimmung war super und die Laola Wellen rollten nur so durchs Stadion.
Wäre nun noch die Vorband passender (schlecht waren sie nämlich nicht, nur zu ruhig) und die Akustik im Stadion sowie die Kameraaufnahmen besser gewesen, wäre es absolut gigantisch gewesen. Naja gut dafür hätte es vielleicht noch einer Band bedurft, die mir mehr zusagt. Dank guter Stimmung wurden die Klassiger mit Freude mit gegröhlt. -  Es war auf jeden Fall ein gelungender Abend!
Nicht zu vergessen: Die Taschendiebin, die versucht hat mir nach dem Konzert was aus meiner Tasche zu klauen - aber nicht mit mir - zack hab ich mir ihre Hand gepackt und sie böse angeschaut. Tz ist schließlich meine Tasche!


Ica, Huacachina, Nasca Lines:
Zwei Tage später ging es dann nach peruanischer Pünktlichkeit mit dem Bus in Richtung Ica.
In Ica haben wir im Haus von Willys Familie gewohnt - super schön. Wir hatten sogar zwei Zimmer für uns fünf Leute zur Verfügung! Das allerbeste war allerdings: SONNE. Ein ganzes Wochenende die Sonne zu sehen ist einfach ein Traum! Wenn wir dann mal weg lassen, dass ich mir direkt einen Sonnenbrand zugezogen habe ist doch alles prima!
Den ersten Abend sind wir dann zu dritt ab in eine Disco in Ica, in der wir ordentlich "getanzt" haben. Abspacken trifft es wohl eher...
Dort noch zu erwähnen: es gab Pina Colada mit echter Kokosnuss für nur zwei eure - na dafür bekommen wir in Deutschland kaum eine Kokusnuss...

Am Samstag ging unsere Erkundungstour durch Ica los. Es war echt schön, aber auch etwas traurig zu sehen. Durch das Erdbeben 2007 wurden viele schöne Gebäude, unter anderem eine riesen große Kirche fast gänzlich zerstört. Es steht also nur noch ein drittel einer Kirche auf einem nun fast leeren Platz.






Gegen frühen Nachmittag sind wir dann zu der kleinen Oase mitten in der Wüste gefahren: Huacachina. Winzig klein und total auf Touristen ausgelegt aber trotzdem immernoch total schön.
Wir sind dann ein einem Sandbuggy durch die Wüste gerast. Das hat so einen riesen Spaß gemacht - ich hätte das noch Stunden weiter machen können. Nach kleinen Stops zum Wüste genießen, sich im Sand prügeln und gradiosem Sandboarden, haben wir uns den Sonnenuntergang in der Wüste angeschaut. Chevere!








Abends sind wir dann wieder feiern gegangen, diesmal in Huacachina. Witzig war, dass wir dort sogar Bekannte aus Lima getroffen. Ja wir kennen hier doch schon ein paar Leute. Auch ein super Abend (gab halt auch keinen schlechten).
Am Sonntag sind wir dann schon morgens um 10 Uhr, in einem kleinen Bus nur für uns, los in Richtung Nasca-Linien. Vorher machten wir noch kleinere Stops und schauten uns u.a. ein kleines Museum an in dem es um Hexenkult ging, Da es an diesem Ort eine Legende über eine Kindermordende Hexe gab. Sehr okkult interessant und schmackhaft ;)
Auch haben wir eine sechsarmige Palme besichtigt, Also sechs Palmen aus einer heraus, die seitlich gewachsen sind und teilweise unter der Erde weiter verlaufen.
Dann ging es weiter zu den Nasca-Linien. Wir konnten uns zwei dieser Lininen-Werke anschauen, indem wir einen, gar nicht mal so hohen Turm, hinaufkletterten. Oben angekommen waren diese Linien gar nicht so beeindrucken riesig wie ich sie mir vorgestellt hatte. Also die Linien sind doch immer noch beeindruckend aber ich hätte sie mir viel größer vorgestellt.
Im Museum der deutschen Forscherin Maria Reich, die viele Jahre die Nasca- Linien erforschte erfuhren wir dann einiges mehr. Unter anderem, dass die Nasca Linien astrologischer Natur sind und etwas aus der Zukunft vorhersagen sollen. Soweit zumindest die Theorie, da immer noch nicht genau klar ist wie und wieso die Nasca diese Zeichen erschaffen haben...






















Mein Favorit war allerdings dir Rückfahrt - erst haben wir noch auf der Farm von nem Familienmitglied von Willy und haben Orangen gepflückt! Ein Blick abseits der Touristengebiete ist jeden Weg wert!
Dann der Sonnenuntergang in wunderschöner Kulisse. Einfach nur ein Traum, das würde ich gerne jeden Tag sehen so schön war das. Nur das man in dem Moment merkt, wie sehr man solche Momente gerne mit seinen Liebsten von daheim teilen würde, es aber nicht kann. Alleine für solche Blicke lohnt sich ein Flug nach Peru.













Am Abend ließen wir es uns dann mit selbstgemachtem Pisco Sour unterm Sternenhimmel gut gehen.

Rest der Woche:

Ausruhen - ah ne doch nicht. Mittwoch stand unser erster Test an, für den wir auch fleißig gelernt haben - Beweisfoto folgt.

Es lief eher semi gut... aber was solls :D
Freitag waren Lucia Willy und ich noch etwas essen und haben dann ne spontane kleine WG Party in seiner WG gemacht... So 15 Leute waren es dann doch und es war mal wieder sehr witzig...

PGC

Am nächsten Tag ging es eher weniger ausgeschlafen in einen Club (keine Disco sondern ein Familien spiele Spaß Club) in der nähe von Chosika. Auf zum Paintball (P)... ich sag nur -alter Schwede habe ich einen riesigen blauen Fleck - der hat sogar so was wie Brandblasen und nen roten Kreis-Abdruck in der Mitte. Naja Paintball schockt wohl - wenn ich mehr gesehen hätte wäre das vielleicht auch etwas erfolgreicher gewesen ;)
Nach dem Zeltaufbau wurde dann gegrillt (G) getrunken und geredet (Spanisch also ähm naja ich hab ein bisschen was verstanden aber was solls...) , bis es dann ins Zelt zum schlafen ging (C)
Paintball Grillen Campen....

Dementsprechend ko bin ich heute.... Gute Nacht Peru - Guten Morgen Deutschland

Mittwoch, 14. September 2011

Der Besuch der eher Eseligen Art... oder der Esel auf dem Käfer...

Nach meinem Umzug

Naja - wer denkt, da war dann nun Schluss mit Wohnungen schauen - nein nein es ging so weiter. Die kleine Sarah brauchte ja auch eine neue Bleibe, die wir dann auch einige Tage später fanden. Donnerstag ging der Umzug dann ganz schnell. Nun wohnen wir alle ganz in der Nähe voneinander und können demnächst, einige Mädelsabende veranstalten ;)


Feliz Cumpleaños

Ja ich hatte Geburtstag und bin jetzt 22 Jahre alt!
Große Sause, die Nacht durchfeiern und tanzen bis die Füße schmerzen. Dann am nächsten Tag mit einem Kater am Kaffetisch sitzen und Kuchen essen - naja so hätte es sein können, so war es aber nicht.
Nachdem meine Mitbewohnerin und ich schon am Donnerstag meine Girlande aufgehängt haben, die ich von ihr und unserem Engel Lucia bekommen habe ( totaaaaal super mit Schmetterlingen und so), verlief der Rest nicht mehr ganz so toll. Sagen wir mal so, mein Magen hat eine riesen Party gefeiert, weil er wohl irgendetwas an dem Essen auszusetzten hatte und hat mich somit von der restlichen Außenwelt abgeschnitten...
Sonntag gings mir dann aber schon wieder besser und ich konnte in meinem neuen zu Hause, Besuch empfangen. Nach peruanischer Pünklichkeit kamen die Lieben dann auch.  - Obwohl ich auch auf Geschenke verzichtet hätte, gab es welche. Das Highlight, ein Kuchen in Form eines VW Käfers - Karo du bist meine Kuchenheldin.
ja der muss so schief
Neben anderen super schönen Dingen von meinen Lieben gab es noch etwas anderes eher undefinierbares. Es hat etwas von einem Esel, einem sehr abstrakt aber doch schon leicht falsch konstruiertem Esel, der Geräusche macht die eher auf ein Schaf deuten lassen. Dieses "etwas" heißt jetzt Freddy Krüger, wohnt bei mir und ist irgendwie so komisch unästhetisch das es einfach nur total geil ist - ich hab ich schon ein bisschen verliebt. Würde Freddy nur nicht so oft seine Manieren verlieren und allen anderen seinen Hintern präsentieren... :D geiles Teil

Freddy Krüger
  

Ja das war mein Geburtstag. Nochmal einen ganz lieben Dank an alle die an mich Gedacht haben, sich bei mir gemeldet haben und/oder bei mir waren!

Mistura 
Die Mistura ist eine Essensmesse, die einmal im Jahr stattfindet. Super schön gemacht, viele Menschen, viele neue Eindrücke und sehr viele neue Geschmackserfahrungen:



Daraus wird also Kakao und Schokolade gemacht!


Das Endresultat

Ein paar von über 250 verschiedenne Kartoffelsorten - die roten sind übrigens nur zu empfehlen



Will noch wer Fleisch?



So und nun die Meerschweinchen (Cuy):
















sogar mit Hütchen  :D
















So das solls erstmal gewesen sein. Morgen geht es dann zum Red Hot Chilli Peppers Konzert und am Wochenende nach Ica :)

Dienstag, 13. September 2011

Für Tante Heike und alle Ungläubigen unter euch

Hier ein kleiner Bericht über meine Lernleistungen und Angaben darüber, dass ich hier nicht nur faul rumliege ;)

Also momentan sieht meine Woche folgendermaßen aus:

Montag: frei bzw. wird dazu genutzt alles erlernte der Woche zu wiederholen und für den jede Woche anstehenden Spanischtest zu lernen
Dienstag: 10-13 Uhr: Sprachkurs (man berechne 45min Hin- und 45 min Rückfahrt), 18-20 Uhr Diseño Publicitario (Kurs in der Uni)
Mittwoch: 10-13 Uhr Sprachkurs, 15-18 Uhr Cine (Kurs in der Uni)
Donnerstag: 17-21 Uhr Diseño Publicitario
Freitag: 10-13 Uhr Sprachkurs

Die Kurse in der Uni sind für diese Universität nicht sonderlich aufwändig, aber benötigen dennoch Zeit sie vorzubereiten. Die Freizeit darf ja auch nicht zu kuz kommen...
Am wichtigsten ist natürlich mein Sprachkurs, den ich immer ordentlich vorbereite, um vielleich auch auf Spanisch mal so viel reden zu können wie auf Deutsch.

So Heike - ich mache nicht nur Urlaub sondern lerne nebenbei auch noch was ;) Aber ich denke du warst nicht die einzige die sich diese Frage gestellt hat, deshalb dachte ich mir veröffentliche ich die Antwort auf deine E-Mail doch einfach mal öffentlich.

Ich werde also bald nicht mit der Panflöte in der Fußgängerzone stehen - dazu bin ich allgemein viel zu unmusikalisch ;)

Sonntag, 4. September 2011

"Willkommen in deiner neuen Freiheit"

Das waren die Worte meiner neuen Vermieterin. Und sie hat Recht - ich kann nach Hause kommen wann ich will (erledigt), ich kann Besuch bekommen (erledigt) und Waschen wann ich will (auch erledigt).
Nachdem meine alte Vermieterin sogar noch Geld für drei Tage Unterkunft haben wollte, ging es gestern gegen 16:30 Uhr los. Drei Blocks weiter und ich war schon in meinem neuen zu Hause. Naja aber mit einrichten war leider noch nicht so viel - nachdem mir die Vermieterin nocheinmal alles Wichtige erklärt hat sind Lucia und ich direkt in Richtung Lima Centre gefahren, da dort ein großes Musikfestival stattfinden sollte. Naja das Ende vom Lied war, dass es nur eine Bühne gab und wir uns mit ein paar Bier auf eine Bank gesetzt und die Umgebung genossen haben. (Keine Bange nein ich werde hier nicht zur Biertrinkerin)


Dann noch etwas zum "kulturellen" Leben: Ganz typisch für Lima sind diese soganannten Ticos. Diese kleinen Blechbüchsen werden hier nur als Taxis verwendet und sind auch so zerbrechlich wie eine Blechbüchse. Man sollte es also, wenn möglich, vermeiden mit so einem "Auto" mitzufahren.




Das nächste Auto ist ein echt sehr kulturelles Fahrzeug. Dieses Auto wird nur zu Hochzeiten verwendet, da es für die Peruaner sehr teuer ist. Ja das würde ich auch angemessen nennen - sehr schick! Nur würde ich mich nicht, wie viele Peruaner in meinem Brautkleid auf einen sehr belebten Platz stellen, um dort Fotos machen zu lassen - naja jedem das seine.






Am nächsten Tag habe ich dann meine Koffer ausgepackt und es mir gemütlich gemacht. Bilder hängen auch schon an den Wänden und die Küche habe ich auch schon komplett ausgeräumt und neu wieder eingeräumt... War halt einfach kein System drin ;)





Und sogar zwei Käfer direkt vor meinem Fenster!















Warum zum Henker kommt eigentlich niemand darauf, dass ich aus Deutschland komme?
Ich wurde schon sehr häufig auf meine Herkunf angesprochen, die meisten dachten ich sei aus, Frankreich, Spanien, Italien, England, Amerika oder sogar aus Schweden.... Aber wieso kommt niemand auf Deutschland?






PS: An Karo:  Ich kann jetzt auch Taxi fahren ;)

Samstag, 3. September 2011

1. ... 2. ... 3. ...

1. Whaaaaat? - "Sag mal hat die Barkeeperin tatsächlich an meinem Strohhalm gelutscht?"

2. Sarah schickt einem Peruaner, in Gedanken, einfach mal eine SMS auf Deutsch!


3. Ich zieh dann mal morgen um...


Fangen wir doch mal vor einer Woche an. Ein stink normaler Freitag, der bei einigen Peruanern folgendermaßen aussieht: Ein Raum voll mit Menschen, dazu günstiges Bier, lautes Lachen, Gesang und sich gegenseitig die Hymnen der Fakultäten und der dazugehörigen Spezialisierungsgebiete zugrölen. Das muss man erlebt haben, denn eine Beschreibung reicht hier nicht aus.

Am nächsten Tag passierte dann das unfassbare – die Barkeeperin macht mein Getränk, und kurz bevor sie fertig ist, leckt sie meinen Strohalm ab und steckt ihn zurück in mein Glas. Karo und ich haben uns entgeistert angeschaut und konnten es nicht fassen. Also nicht weil wir uns geekelt haben oder sonst irgendetwas – aber so etwas kommt in Deutschland einfach nicht vor! – Ich hab das Getränk natürlich getrunken.
Nach dieser sehr durchtanzten Nacht kam ich erst gegen vier Uhr morgens nach Hause. Dies war der Auslöser für ein Gespräch mit meiner Vermieterin am nächsten Tag, die mir eröffnete, dass es nicht mehr geht das ich so spät in der Woche und am Wochenende nach Hause komme, da die beiden schließlich arbeiten müssen. Also ich war nun nicht laut wenn ich nach Hause gekommen bin. Das Problem ist, dass die Frauen scheinbar immer ein drittes Schloss abschließen müssen (ja sehr Paranoid wenn schon zwei Schlösser zu sind und einige Meter weiter eine Security steht), wenn wir zu Hause sind. Ich wurde vor die Wahl gestellt: 1. In der Woche vor 12 zu Hause zu sein und am Wochenende vor 2 Uhr 2. Bei einer Freundin schlafen und erst am nächsten Tag nach Hause kommen oder 3. ausziehen. Die suche nach einem neuen Zimmer konnte also beginnen. Dies gestaltete sich allerdings gar nicht so einfach wie erwartet. Aber letztendlich habe ich Heute eine neue Bleibe gefunden und werde morgen umziehen. JUHU (Danke nochmal für die nette peruanische Unterstüzung ;) )
So ich habe keine komischen Regeln mehr wie: nur einmal in der Woche Wäsche zu waschen.

Am Montag startete dann endlich unser Sprachkurs: Ich lerne also endlich Spanisch. Ich habe mich sogar schon ein paar mal auf Spanisch unterhalten (mehr schlecht als recht) und habe heute sogar ein Telefonat geführt und verstanden um was es geht. – Es kann nur besser werden!

Ich studiere natürlich auch noch – das sollte man nie vergessen. Meine Kurse laufen soweit gut, auch wenn ich noch nicht alles so richtig verstehe… Dafür bin ich jetzt auch stolze Besitzerin eines Universitätspullis.

Um euch noch ein paar mehr Bilder zu zeigen - wir waren auch noch in einem sehr coolen Park mit super vielen schönen Brunnen (Parque de la Reserva):