Was ich noch vergessen hatte zu erwähnen ist Pisco. Pisco ist hier das Nationalgetränk - starker Alkohol, den es hier in verschiedenen Varianten gibt. Am meisten verbreitet ist in Lima: Pisco Sour, aber auch Pisco mit Gingerale oder einer besonderen Milch mit, ich glaube, Karamell. Solange nicht zu viel Pisco im Glas ist, schmeckt es lecker - ansonsten eher weniger ;) Aber da kann ich nur von mir sprechen.
Die Devise lautet: "Wenn keine Inka Kola getrunken wird, dann halt Pisco..."
So fangen wir mal bei Donnerstagabend an: Feiern gehen in Barranco. Das haben wir uns schließlich verdient nachdem wir einen "anstrengenden" Tag an der Uni hatten. An diesem Tag mussten wir uns für mögliche Kurse einschreiben, um sie dann eine Woche lang auszutesten.
So wieder zum Thema feiern gehen: Naja Europäer fallen halt in Peru auf - das als Fazit des Abends. Da muss man schon mal öfter so tun, als würde man kein Wort Spanisch oder Englisch können ;) Aber hat echt Spaß gemacht.
Nachdem wir uns ordentlich ausgeschlafen haben, haben wir uns Freitag erstmal zum Essen getroffen. Ganz traditionell gab es Anticuchos de corazón de res. Für die die nicht wissen wollen was es ist - einfach ein paar Zeilen überspringen. Es sind sehr gut marinierte Rinderherzen. Sehr lecker kann ich nur sagen, auch wenn ich zuvor echt skeptisch war. Aber meine Lieblingsspeise hab ich denke ich nun auch gefunden: Tres Leche. - Ein Kuchen der innen drinnen noch leicht flüssige Milch hat und einfach hammer gut schmeckt!
Am Samstagmorgen ging es dann schon um acht Uhr morgens los, in Richtung Lunahuaná. Auf dem Weg dorthin sah man deutlich, dass Peru zu einem dritte Welt Land gehört. Viele Elendsviertel, die man in Lima so nicht sieht...
Ziemlich erschreckend fiel mir auf, dass Geräte zum Acker pflügen heute immer noch benutzt und nicht wie bei uns in Museen ausgestellt werden - ganz schön andere Zeit in den ärmeren und ländlicheren Gebieten...
Lunahuaná hingegen ist ein sehr schönes kleines Städtchen, an einem Fluss.
Sonne Sonne Sonne - endlich haben wir sie gesehen - hier konnte man auch den Himmel sehen und nicht nur eine Wolke wie in Lima...
Als wir am Fluss saßen, gab es für uns etwas Neues zu entdecken. Eine Frucht die außen aussieht wie eine riesige Bohne und innen, wie kleine Wattebäuschen mit schwarzem Kern. Sehr sehr lecker - ich will mehr davon.
Es gab allerdings in Lunahuaná noch mehr zu erleben. Water Rafting, Schalentiere auseinanderpulen, Quadfahren und sehr süßen Wein probieren.
Los ging es mit einer Water Rafting Tour. Ab in andere Klamotten, Weste an und Helm auf. Ohne große Sicherheitsanweisungen ging es los. Plitsch nass sag ich nur... Aber es hat sich gelohnt. Nur eine von uns hatte das Pech ins Wasser zu fallen, es ist aber, trotz der vielen Steine im Wasser nichts passiert - noch mal Glück gehabt. Gut das wir Sachen zum wechseln dabei hatten, die wir danach anziehen konnten...
| Sarahs und mein Hintern nach der Raftingtour. Ein Abbild |
Danach gab es für jeden von uns etwas typisch Peruanisches zu essen. Für mich etwas Typisches aus der Gegend rund um Lunahuana: Garnelen in Knoblauch mit einer speziellen Kartoffelsorte (Peru ist das Land mit über 300 verschiedenen Karoffelarten - gut das ich Kartoffeln so gern mag). Die Garnelen waren allerdings zum selber pulen - sehr viel Arbeit, aber sehr lecker.
Rundgang durch die Stadt und ab zum Quadfahren - was ne Gaudi.
Auf der Hälfte der Fahrt machten wir Halt bei einem Weingut. Na klar wir mussten danach ja nicht noch fahren, aber hat der allgemeinen Sicherheitslage der Quads wohl nicht mehr viel genommen :D So und nun eine Aussage die mir sicher wenige glauben werden: Der Wein war mir viel zu süß - selbst Wein ist hier sooo super süß. So dann gings wieder ab nach Hause und ab ins Bett.
Heute war es dann eher ruhig. Zimmer und Bad putzen, waschen und eine Runde zum Markt, Obst kaufen und mal wieder nach klein Amerika - ins Plaza (Einkaufszentrum hier in der Nähe).
Morgen beginnt dann frühs um Acht mein erster Kurs. Mal schauen ob ich den wirklich mache, wenn der so früh ist - aber ich denke eher nicht. Dann hätte ich nur Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Uni :)
So zwei Bilder die noch zu Lunahuaná gehören:
| Die kleinen "Taxis" fuhren da durch die Gegend (In Lima eher selten) |
| So sehen in Peru also Spielplätze aus... |




Oh, das letzte Bild mag ich aber gern! Auf dass wir noch viele solche Ausflüge machen!!
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