Eine Woche in der, neben der Uni, nicht sonderlich viel passiert ist, aber ein umso besseres Wochenende.
Freitag abend war in der "Gringa Bar" eine von unserer guten Freundin Lucia organisierte Party auf der wir allerdings nicht so lange bleiben konnten, da wir am nächsten Tag mit zu einem Projekt Namens Afi gehen wollten, bei dem Willy arbeitet. Hier wird unter anderem jeden Samstag ein kleines Programm für Kinder auf die Beine gestellt, indem sie spielen, malen, basteln und singen können und spielend etwas über ihre Rechte lernen, um sich derer bewusst zu werden. Hierfür ging es dann am Samstag morgen in einen armen Stadtteil von Lima, vor dem uns sogar der Taxifahrer warnte. Sehr abstruß das direkt neben diesem armen Viertel eines der reichsten Bezirke Limas liegt...
Afi ist eine Organisation, die es sich zu unterstützen lohnt.
Am Abend gegen 19 Uhr saßen Lucia und ich dann im Bus, auf dem Weg zum Creamfields, dem größten Electro Festivals Perus. Sehr coole Location im riesen Garten einiger eher größerer Villen und vier aufgebaute Bühnen. Der Anfang war eher ernüchternd, eher ermüdende DJ´s oder jemand wie David Guetta der einfach nur so schlecht war das ich lachen musste, vorallem als hinter ihm LED -Herzchen lang flackerten und neben mir ein Mädel den Liebestext aus ganzem Herzen mitgegröhlt hat. War mehr wie bei einer Boygroup, als bei einem DJ. Nachdem das schlimmste vorrüber war, trafen wir noch einige bekannte Gesichter, unter anderem meine Mitbewohnerin Olivia. Zum Glück wurde auch die Musik eine ganze Ecke besser, sodass wir noch bis morgens um fünf durch tanzten. Neben den DJ´s fanden sich hier auch die hübschen Männer die wir bislang in Lima vermissen mussten - hier hatten sie sich wohl die ganze Zeit versteckt. Also gabs auch noch was schönes zu schauen. Schon eher typisch Peru war unser Weg in Richtung Auto: neben uns riesen LKW´s, durch die man sich fühlte wie in einem Horrorfilm und ein Laster voll mit Rindern keine 30 cm neben meinem Kopf. Da bekommt man nen ganz schönen Schreck wenn so ein Vieh direkt neben seinem Kopf ein Geräusch macht und man vorher nicht mitbekommen hat, dass es da ist. Die Rückfahrt ließ diesen Schreck allerdings schnell vergehen. Am Meer vorbei in Richtung Heimat, soetwas ist schließlich nicht alltäglich.
In der nächsten Woche liegen dann noch zwei Hausarbeiten zur Abgabe bereit und dann ist das Semester für uns beendet. Das ging ganz schön schnell vorbei. Vier Monate die mir eher vorkommen als wäre es nur einer gewesen. Das Reisen kann beginnen. Zuerst geht es nach Huaraz, dann Trujillo und dann weiter nach Ecuador um Cristina zu besuchen. Also wundert euch nicht wenn ihr länger nichts von mir zu hören bekommt.
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